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Antigen-Schnelltest

Hier beantworten wir für Sie alle Fragen rund um das Thema Antigen-Test, die wir Ihnen im Shop zur Verfügung stellen.

Wann ist ein Antigentest sinnvoll?

Wann ist ein Antigentest sinnvoll?

Antigen-Tests stellen dank der schnellen Testergebnisse eine ideale Ergänzung zu den PCR-Tests dar. PCR-Test sind nicht nur aufwendiger, sondern benötigen auch mehr Zeit, bis ein Ergebnis geliefert werden kann. Deswegen bieten Antigen-Tests einen großen Vorteil, wenn es z.B. um einen Besuch im Pflegeheim oder Krankenhaus geht. Durch regelmäßige Anwendung der Tests können stark infektiöse Personen schneller gefunden werden und so weitere Ansteckungen verhindert werden. Auch für die Aufrechterhaltung wichtiger Betriebe oder Schulen ist die regelmäßige Durchführung von Antigen-Tests sinnvoll. Man sollte sich allerdings weiterhin bewusst sein, dass ein negatives Ergebnis nicht immer bedeutet, dass man nicht infiziert ist, da die Antigen-Tests nicht die gleiche Sensitivität besitzen wie PCR-Tests. In diesem Fall kann es sein, dass die Viruslast noch zu gering ist, was jedoch ebenfalls bedeutet, dass die Person auch weniger ansteckend ist.

Wie funktioniert ein Antigen-Schnelltest?

Wie funktioniert ein Antigen-Schnelltest?

Für den Antigentest wird ebenso wie für den PCR-Test zunächst Probenmaterial entnommen, welches man z.B. über einen Nasen-Abstrich erhält. Die entnommene Probe wird anschließend mit einer Testflüssigkeit in Kontakt gebracht. Diese Testflüssigkeit wird dann auf die Probenvertiefung des Schnelltest aufgebracht und nach ca. 15- 20 min kann das Ergebnis abgelesen werden. Wenn Virus-Antigen in der entnommenen Probe vorhanden war, wird dies über eine Farbreaktion, ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest, angezeigt.

Wie oft sollten Antigen-Schnelltests durchgeführt werden?

Wie oft sollten Antigen-Schnelltests durchgeführt werden?

Da man durch das Ergebnis des Antigen-Schnelltests nur eine Momentaufnahme über die aktuelle Infektiosität erhält, sollte man den Test regelmäßig wiederholen. Dabei kommt es auch individuell auf die Menge und Häufigkeit an Kontakten an. Hier kann es je nach Situation sinnvoll sein sich zwei Mal pro Woche oder sogar täglich zu testen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Antikörper und Antigen Test?

Was ist der Unterschied zwischen einem Antikörper und Antigen Test?

Der Hauptunterscheid zwischen den beiden liegt hier vor allem in der Aussage, die man durch das Testergebnis erhält. Bei einem Antikörper-Schnelltest wird nachgewiesen, ob eine Person schon an Covid-19 erkrankt ist und daraufhin Antikörper gegen das Virus gebildet hat. Bei einem Antigen-Test werden jedoch Virus-Proteine direkt nachgewiesen. Dadurch kann getestet werden, ob eine Person an Covid-19 erkrankt ist und gerade im Moment der Testung Viruspartikel absondert und dadurch infektiös ist. Man kann hierüber also eine aktuelle Infektion nachweisen. Dies ist bei einem Antikörpertest nicht möglich.

Können die Antigen-Schnelltests auch die neuen Mutationen nachweisen?

Können die Antigen-Schnelltests auch die neuen Mutationen nachweisen?

Ja, auch bei den beiden neuen Virusvarianten B.1.1.7 und B.1.351 können die Antigen-Schnelltests noch sichere Ergebnisse liefern. Kürzlich sind zwei neue Virusvarianten nachgewiesen worden, die mehrere Mutationen aufweisen und dadurch laut der aktuellen Datenlage infektiöser als die Ursprungs SARS-CoV-2 Variante sind. Die meisten Mutationen dieser neuen Varianten betreffen das Spike-Protein, welches auf der Oberfläche der Viren vorkommt und für den Eintritt in die menschliche Zelle verantwortlich ist. Anders als bei den zurzeit verwendeten Impfoffen, wird bei den Antigen-Schnelltests nicht das Spike-Protein, sondern das Nukleokapsid-Protein erkannt und nachgewiesen. Dieses Nukleokapsid-Protein umschließt die virale RNA im Virusinneren. Auch hier können Mutationen vorkommen, jedoch treten diese im Vergleich zum Spike-Protein sehr selten auf. Bei den neuen Varianten aus dem Vereinigten Königreich (B.1.1.7) sowie aus Südafrika (B.1.351) können die Schnelltests deswegen immer noch effektiv die Virusproteine detektieren.

Was bedeutet Sensitivität und Spezifität bei einem Antigen-Schnelltest?

Was bedeutet Sensitivität und Spezifität bei einem Antigen-Schnelltest?

Sensitivität: Hierüber wird ausgesagt, ob erkrankte Personen auch wirklich als solche erkannt werden. Wenn die Sensitivität also mit 98 % bei einem Test angegeben wird, bedeutet dies, dass 98 von 100 Infizierten erkannt wurden, aber bei 2 Personen die Erkrankung nicht festgestellt wurde. Diese erhalten also ein negatives Testergebnis, obwohl sie infiziert sind. Solche Ergebnisse nennt man auch „falsch-negativ“.

Spezifizität: Diese beschreibt die Genauigkeit eines Tests. Hier geht es also darum, dass nicht infizierte Personen auch als Gesunde erkannt werden. Wenn ein Test eine 97 %ige Spezifität aufweist, bedeutet dies also, dass 97 von 100 Personen einen richtiges negatives Testergebnis bekommen haben. Drei Personen haben allerdings ein positives Ergebnis bekommen, obwohl sie nicht infiziert und gesund sind. Solche Ergebnisse nennt man auch „falsch-positiv“. Die meisten Tests haben eine Spezifität von 99-100%, somit sind positive Ergebnisse bei „Nicht-infizierten“ Patienten sehr selten.

Wie verhalte ich mich, wenn das Testergebnis positiv ist?

Wie verhalte ich mich, wenn das Testergebnis positiv ist?

Man sollte sich zunächst selbst sofort in Isolation begeben und das zuständige Gesundheitsamt über das positive Testergebnis informieren. Alternativ kann man sich auch an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) wenden. Hier wird man dann über das weitere Vorgehen informiert und es wird ein Termin für einen PCR-Test vereinbart, um das positive Ergebnis des Antigen-Schnelltests zu bestätigen.

Wie verhalte ich mich, wenn das Testergebnis negativ ist?

Wie verhalte ich mich, wenn das Testergebnis negativ ist?

Man sollte sich bewusst sein, dass ein Ergebnis eines Antigen-Schnelltests immer nur eine Momentaufnahme ist. Es kann durchaus sein, dass man kurze Zeit später doch infektiös ist und man im Moment der Testung nur zu wenig Virusmaterial in sich getragen hat. Deswegen sollte man den Antigen-Schnelltest immer regelmäßig durchführen und weiterhin auf alle Hygienemaßnahmen achten, wie Abstand halten, Maske tragen und Hände desinfizieren.

Was muss ich tun, wenn ich den Test durchgeführt habe, aber keine Kontrolllinie erscheint?

Was muss ich tun, wenn ich den Test durchgeführt habe, aber keine Kontrolllinie erscheint?

In diesem Fall ist das Testergebnis als ungültig zu werten. Bitte wiederholen Sie den Test mit einem neuen Testkit gemäß dessen Gebrauchsanweisung.

Wie entsorge ich die verwendeten Bestandteile des Antigen-Tests?

Wie entsorge ich die verwendeten Bestandteile des Antigen-Tests?

Sie können die Test-Bestandteile über den Restmüll entsorgen. Da es sich dabei um potenziell infektiöses Material handelt, sollten die Test-Bestandteile sicher in einem extra Beutel verpackt und gut verschlossen zum restlichen Müll geben werden.

Welche Arten der Probenentnahme gibt es mittlerweile?

Welche Arten der Probenentnahme gibt es mittlerweile?

Nasen-Rachenabstrich (Nasopharyngeal) = Hierfür wird der Abstrichtupfer fast horizontal entlang der Nasenscheidewand in die Nase eingeführt, bis der Widerstand der Rachenwand spürbar ist. Nach kurzem Rotieren wird der Abstrichtupfer dann wieder entnommen.

Mund-Rachenabstrich (Oropharyngeal) = Zunächst wird die Zunge mit einem Spatel heruntergedrückt. Der Abstrichtupfer wird dann anschließend mit einer drehenden Bewegung an der Rachenwand entlang gestrichen.

Da diese beiden Probeentnahmen recht unangenehm und nur schwer allein durchführbar sind, wird die Probenentnahme bei den Schnelltests für zu Hause mit nicht invasiven Methoden möglich sein.


Zu den nicht invasiven Probeentnahmen gehören:

Nasenabstrich (Nasal) = Der Abstrichtupfer wird parallel zum Gaumen bis zur Nasenmuschel ca. 1,5-2 cm in die Nase eingeführt. Nach ein paar rotierenden Bewegungen wird dieser entfernt und die gleiche Durchführung noch mal für das zweite Nasenloch wiederholt

Gurgel-, Spuck- und Lutschtests = Durch 30 Sekunden langes Gurgeln oder durch Räuspern wird zunächst der Speichel aus dem Rachenraum gelöst, welcher anschließend in den Sammelbehälter gespuckt wird. Auch ein längeres Ansammeln von Speichelmaterial in der Mundhöhle ist bei einigen Testverfahren möglich sowie die Verwendung von sogenannten „Lollis“, welche das Speichelmaterial direkt in der Mundhöhle aufnehmen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Antigen-Schnelltest für professionelle Anwender und einem Antigen-Selbsttest für Laien?

Was ist der Unterschied zwischen einem Antigen-Schnelltest für professionelle Anwender und einem Antigen-Selbsttest für Laien?

Die Probenentnahme bei Antigen-Schnelltests für professionelle Anwender erfolgt meist über einen Nasen- oder Mund-Rachenabstrich, welcher recht unangenehm und nur von einer zweiten Person durchführbar ist. Ebenfalls sind die Anleitung und Produktbeschreibung auf medizinisches Personal abgestimmt, was die Verständlichkeit für Personen erschwert, die keine oder nur wenige Kenntnisse in diesem Bereich besitzen.

Die Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung vom 03.02.2021 ermöglicht nun auch eine Abgabe von Antigen-Schnelltests für Privatpersonen. Diese Antigen-Tests benötigen jedoch eine gesonderte Prüfung und Zulassung in Deutschland. Die Probeentnahme bei solchen Antigen-Selbsttests ist nicht-invasiv und erfolgt entweder über den Speichel als Spuck-Test oder durch einen vorderen Nasenabstrich. Der Hauptunterschied liegt also vor allem in der vereinfachten Probenentnahme und das keine zweite Person dafür notwendig ist. Ebenfalls werden Anleitungen und Produktbeschreibungen bei der Zulassung überprüft, sodass sichergestellt werden kann, dass diese leicht verständlich und gut durchführbar sind.

Wer darf ein Antigen-Schnelltest durchführen?

Wer darf ein Antigen-Schnelltest durchführen?

Hierbei muss unterschieden werden, ob es sich um einen Test für professionelle Anwender oder einen Laien-Test handelt.

Antigen-Schnelltest für professionelle Anwender:
Diese dürfen nach den Vorgaben der Medizinprodukte-Betreiberverordnung von Personen durchgeführt werden, die die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung haben und in das anzuwendende Medizinprodukt eingewiesen sind (§ 4 Absatz 5 i.V. m. Absatz 2 MPBetreibV).

Antigen-Selbsttests für Laien:
Die Antigen-Schnelltests, die eine Sonderzulassung für die Eigenanwendung für Laien erhalten haben, dürfen von Privatpersonen auch zu Hause durchgeführt werden.

An wen dürfen Antigen-Tests abgegeben werden?

An wen dürfen Antigen-Tests abgegeben werden?

Es kommt ganz darauf an, ob der jeweilige Test als Antigen-Schnelltest für einen professionellen Anwender oder als Antigen-Selbsttest für Laien zugelassen wurde. Antigen-Schnelltest für professionelle Anwender dürfen nur an Ärzte, medizinische Einrichtungen, Bildungseinrichtungen, Behörden und Firmen, kritische Infrastruktur und weitere Institutionen gemäß der Medizinprodukte Abgabeverordnung abgegeben werden. Seit der 4. Änderung der Veordnung am 16.03.2021 dürfen diese Antigen-Schnelltests auch an Arbeitgeber abgegeben werden. Die Durchführung darf anschließend von Personen durchgeführt werden, die die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung haben und in das anzuwendende Medizinprodukt eingewiesen sind (§ 4 Absatz 5 i.V. m. Absatz 2 MPBetreibV). Vom Bundesgesundheitsministerium wurde eine beispielhafte Liste an Personen und Einrichtungen aufgeführt, an welche Antigen-Schnelltests für professionelle Anwender abgegeben dürfen, diese finden Sie hier.
Antigen-Tests, die eine Sonderzulassung zur Eigenanwendung durch Laien bekommen haben (auch Antigen-Selbsttests genannt), können durch Privatpersonen erworben und auch durchgeführt werden. Diese Sonderzulassung haben derzeit 8 Produkte bekommen (Stand Mitte März 2021).

Wann ist ein Antigen-Schnelltest am verlässlichsten?

Wann ist ein Antigen-Schnelltest am verlässlichsten?

Das Ergebnis des Antigen-Test ist abhängig von der Viruslast in der entnommenen Probe. Gerade wenn die Viruslast sehr hoch ist, also eine Person sehr infektiös ist und die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass sie weitere Personen ansteckt, wird dies auch über ein positives Testergebnis beim Antigen-Test angezeigt. Nur in der Früh- sowie Endphase der Infektion, wenn nicht sehr viele Viren nachweisbar sind, kann es sein, dass diese nicht von einem Antigen-Schnelltest erkannt werden. Jedoch ist in dieser Phase die erkrankte Person auch nicht mehr hoch ansteckend.